StartOV Vorsitzende Oststadt Bernhardine Schröer im Gespräch mit Jutta Rübke

OV Vorsitzende Oststadt Bernhardine Schröer im Gespräch mit Jutta Rübke

Interview:
Fragen der SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Hildesheim-Oststadt, Bernhardine Schröer, an die Landtagskandidatin Jutta Rübke

Du trittst ein für eine andere Aufgabenverteilung zwischen Bund, Land und Kommunen. Wie stellst Du Dir diese vor und welche Erwartungen verknüpfst Du mit dieser Umstrukturierung?

Die Bundesregierung hat bereits im Sommer 2002 eine Kommission zur Gemeindefinanzreform eingesetzt. Das Ergebnis dieser Kommission muss für mich lauten: Konjunktursichere Einnahmen für die Gemeinden, eine umfassende Überprüfung und Reform des kommunalen Steuersystems. Die Verzahnung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe und die Kosten müssen insgesamt vom Bund getragen werden. Die Kommunen brauchen wieder mehr Geld, damit Politik dort gestalten kann, wo die Bürger es unmittelbarer erfahren.

In der Kommunalpolitik wird eine bessere Wirtschaftsförderung für unsere Region und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und der Stadt Hildesheim diskutiert. Welche Umsetzungsmöglichkeiten siehst Du auf diesem Gebiet?

Umsetzungsmöglichkeiten sehe ich nur dann, wenn wir aus Stadt und Landkreis uns gegenseitig zuhören und wertschätzen. Wenn wir in Hildesheim, Alfeld, Sarstedt, Gronau, Bad Salzdetfurth … uns als Region verstehen, die nur gemeinsam nach vorne kommt. Andere Regionen in Niedersachsen machen uns das bereits vor, ohne einen politischen Zusammenschluss wie bei der Region Hannover. Wir müssen daran arbeiten: „Stadt und Landkreis Hand in Hand!“

Beruflich arbeite ich mit schwer vermittelbaren Menschen, es wird zunehmend schwieriger diese Menschen in dauerhafte und angemessene Arbeitsverhältnisse zu vermitteln. Welche Perspektiven und Chancen siehst du hier zukünftig?

Ich sehe Perspektiven im Dienstleistungsbereich. Auf der einen Seite bei Menschen, die gut, sehr gut verdienen, dafür viele Stunden arbeiten müssen und ihren häuslichen Bereich nicht mehr alleine organisieren und betreuen können. Vereine in denen die Mitglieder ihre ehrenamtlichen Pflichten aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr leisten, lassen dies durch bezahlte Arbeiten erledigen. Ältere Menschen, die eigenständig leben möchten, aber Unterstützung brauchen für Wohnung, Einkaufen, Essen zubereiten, Gesellschaft leisten. Auch im Handwerk sehe ich Chancen für so genannte „Handlangerdienste“.

Wo siehst Du Deine Schwerpunkte in der zukünftigen Landtagsarbeit?

Im Wissenschafts- und Kulturbereich, weil mir das wichtig ist für Hildesheim – Theater, Museen, Universität, Fachhochschulen, Fachschulen und andere Kultureinrichtungen. Frauenpolitik, Sozialpolitik, Reform der Verwaltungen, Bildung von Regionen. Im Wahlkreis will ich den Kontakt zu Menschen, Organisationen, Vereinen und Institutionen halten. Miteinander reden, weiniger übereinander.

Was war bisher Dein größter Erfolg?

Dass ich immer arbeiten konnte, dadurch finanziell unabhängig war; zwei Kinder habe, in einer Partnerschaft lebe und alle unter „einen Hut“ kriege.

Was fällt Dir zu Deiner Heimatstadt Hildesheim ein?

Ein bischen konservativ, überschaubar und beschaulich; liebens- und lebenswert. Ich bin gern hier zu Haus.


 
 

 
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